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Boreout oder Lifestyle?

Ich glaube, jeder war schon mal in einer Situation, die man als "bittersweet" bezeichnen könnte. Soll heißen, um etwas Schönes zu erfahren, muss manchmal etwas Unschönes passieren. Nun, das ist in der Tat etwas allgemein ausgedrückt, aber ich denke, der Gedanke ist klar. Im konkreten geht es mir darum, dass ich mir oft die Frage stelle, was mehr wiegt. Die Zufriedenheit im Job oder die Möglichkeiten, die dieser bietet. In meinem Fall klafft hier eine große Lücke. Mein Job kann ich mit einem Wort beschreiben: Fade. Weder bin ich in irgendeiner Form gefordert noch ist der Schwerpunkt in irgendeiner Weise interessant und Aufstiegschancen sind gleich null. Die Identifikation mit der Firma ist auch nicht wirklich gegeben. Die Kollegen und das allgemeine Klima sind jedoch gut. Genauso wie die Rahmenbedingungen, die dieser Job bietet. Ich kann im Grunde mein Leben so planen und leben, wie es mir passt. Ich habe keine Überstunden, ein moderates Gehalt und humane Arbeitszeiten. Aber die acht Stunden Arbeitszeit sind ein täglicher Kampf gegen den inneren Schweinehund. Ich muss an dieser Stelle hinzufügen, dass das eine komplett neue Erfahrung für mich ist. Vorher hatte ich das krasse Gegenteil. Unterbezahlt, unvergütete Überstunden ohne Ende und praktisch kein Privatleben. Mir ist natürlich klar, dass das im Grunde hier so etwas wie ein Luxusproblem ist. Aber letztlich stellt sich für mich tatsächlich die Frage: Gebe ich mich dem Boreout hin und genieße mein Privatleben oder suche ich neue Inspirationen im Job und gebe im Zweifel mein Privatleben auf?

18.3.15 15:57, kommentieren

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